Raffael und das Ideal der Schönheit (ausgefallen)


2020 jährt sich zum 500. Mal der Todestag einer der bedeutendsten Künstler der europäischen Kunstgeschichte. Neben Leonardo da Vinci und Michelangelo ist er die dritte Größe der Zeit der italienischen Hochrenaissance: Raffael Santi aus Urbino (1483 - 1520). Im Zentrum der Veranstaltung steht Raffaels Suche nach dem Ideal der Schönheit, nach dem ästhetischen Wert der Kunst. Für ihn war Schönheit in der Natur nur unvollkommen und verstreut zu finden und so vertrat er die Auffassung, dass es allein der Kunst gelingen könne, die von Gott geschaffene Schönheit ganz zu offenbaren. Dass er dies mit einer Meisterschaft, die ihres Gleichen sucht, geschafft hat, zeigt die Inschrift auf seinem Grabmal im Pantheon in Rom: »Dieser hier ist Raffael, von dem, solange er lebte, die große Mutter aller Dinge (die Natur) fürchtete, übertroffen zu werden, und als er aber starb, dass sie zugleich mit ihm stürbe.« Einen Einblick in das Leben und das Werk Raffaels zu geben ist das Anliegen dieses Kurses. Die Veranstaltung wird mit einem Besuch der Alten Pinakothek - dort befindet sich Raffaels Gemälde Die Heilige Familie aus dem Hause Canigiani aus der Zeit um 1505/1506 - abgerundet (der Termin wird am ersten Abend besprochen).

Exkursion: Alte Pinakothek mit Raffael-Ausstellung

Stefan Müller
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